Loslassen und Bekennen

Ich habe losgelassen.
Nicht, weil es keinen anderen Ausweg mehr gab, nicht, weil es rational besser wäre, nicht, weil ich jetzt "hard to get" sein will.
Es war eine natürliche Konsequenz kraft meines eigenen mentalen und emotionalen Prozesses.
Es war der logische Abschluß einer so wichtigen Lernerfahrung, aber kein endgültiger Abschied von einem Menschen.
Ich habe meine eigenen Wunschvorstellungen, Erwartungen, Bedürfnisse und auch meine vergangenen Erfahrungen losgelassen.
Und wie geht das? Eine häufig gestellte Frage.
Es gibt dazu, wie auch bei vielen anderen verändernden Lebensfragen, keine sichere Anleitung.
Es ist ein Weg durch eigene Erfahrung.
Vor dem Loslassen kommt das Zulassen.
Und ich habe zugelassen: mein Herz geöffnet, Schmerz ertragen, Wut gespürt, glückliche Augenblicke genossen, Fehler zugestanden.
Ich war stets bereit für Veränderung. Und doch: bei allen Höhen und Tiefen zeigte sich unaufhörlich immer wieder mein ganz persönliches Muster.
Es sind elementare Werte, Tugenden, Ideale, die mich zu dem bereichernden Menschen machen, der ich bin:
Treue, Loyalität, Kreativität, Humor, Spontanität, Achtsamkeit, Vertrauen, Weiterentwicklung und bedingungslose Liebe.
Dazu bekenne ich mich.
Wir können lesen und trotzdem nichts verstehen, wir können zuhören und doch nichts davon wahrnehmen, wir können fragen und keiner Antwort trauen.
Egal wie oft wir versuchen aus unserem eigenen Elend herauszukommen, es wird nur funktionieren, wenn wir lernen anzunehmen und freizugeben, mutig neue Schritte wagen und alte Pfade nicht absperren, aus Ideen Überzeugungen und aus Absichten Taten werden lassen.
 
Vilinski Konjic 
 

 
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Lucius Annaeus Seneca
 

LOSLASSEN
Loslassen heißt nicht, gleichgültig werden. Es heißt, ich kann nichts für jemand anderen tun.
Loslassen heißt nicht, sich entziehen. Es ist das Erkennen, das ich niemand anderen kontrollieren kann.
Loslassen heißt nicht, einen anderen ermächtigen, sondern zulassen, dass er von natürlichen Konsequenzen lernt.
Loslassen heißt, Machtlosigkeit zugeben. Das bedeutet: Das Ergebnis liegt nicht in meiner Hand.
Loslassen heißt nicht, einen anderen zu ändern zu versuchen oder ihn anzuklagen. Ich kann mich nur selbst ändern.
Loslassen heißt nicht, sorgen für jemanden, sondern sich um jemanden sorgen.
Loslassen heißt nicht, jemanden zurechtrücken, sondern ihn unterstützen.
Loslassen bedeutet nicht richten, sondern einem anderen erlauben, ein Mensch zu sein.
Loslassen heißt nicht, Resultate festzusetzen, sondern erlauben, eigene Resultate zu bewirken.
Loslassen heißt nicht, beschützen, sondern einem anderen erlauben, der Realität ins Gesicht zu sehen.
Loslassen heißt nicht, verneinen, sondern akzeptieren.
Loslassen heißt nicht, nörgeln, schimpfen oder streiten, sondern meine eigenen Schwächen herauszufinden und zu korrigieren.
Loslassen heißt nicht, alles meinen Wünschen anpassen, jeden Tag so nehmen wie er kommt und den Augenblick zu schätzen.
Loslassen heißt nicht, jemanden zu kritisieren oder jemanden zu reglementieren, sondern versuchen, das zu werden, wovon ich träume, dass ich es kann.
Loslassen heißt nicht, Vergangenes bereuen, sondern wachsen und für die Zukunft leben.
Loslassen heißt:
WENIGER FÜRCHTEN UND MEHR LIEBEN !
Autor unbekannt

Ich lauf los...

  
"Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes mehr  
übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen. Eine Zeit, in der man die
eigenen Träume verwirklichen muss. Eine Zeit, in der man endlich für
seine eigenen Überzeugungen eintreten muss. - Gerade in der grössten
Verzweiflung hast Du die Chance, Dein wahres Selbst zu finden. Genau-
so, wie Träume lebendig werden, wenn Du am wenigsten damit rechnest,
wird es mit den Antworten auf die Fragen sein, die Du nicht lösen
kannst. Folge Deinem Instinkt wie einem Pfad der Weisheit und lass
Hoffnung Deine Angst vertreiben. - Vielleicht bedeutet lieben auch
lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen wann es Abschied nehmen
heisst. Nicht zulassen, dass unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am
Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben."
aus "Der Delphin" 
 
verodostojana prijateljica 

In 20 Jahren...

Jetzt ist es soweit. Ich habe meine Grenze erreicht. Alles auf einmal, vielleicht nicht ganz fair. Aber aufrichtig mit Geradlinigkeit und Konsequenz.
Ich habe so vieles gelernt, so viel wundervolles erlebt, meinen Glauben an den "Richtigen" zurück bekommen, habe mich getraut zu lieben und zu wagen, bin reich beschenkt worden und konnte es sehen, hören, riechen, schmecken und spüren, wie es sein kann, geliebt zu werden. Und es war mehr als nur die Tatsache, dass er einfach einer der Guten ist und kein Arsch. Es passt und wir wissen das. Ich habe Angst, wieder verletzt zu werden, dasselbe nochmal zu erleben, die gleichen Fehler zu wiederholen. Und er hat Angst, wieder verletzt und verlassen zu werden. Manchmal reicht Liebe nicht, manchmal ist es einfach der falsche Zeitpunkt.
Ich weiß, was ich verliere, aber ich weiß, was ich gewonnen habe.


Draga

 

Längst führst Du meine Hand.
Ich schreibe in Sand, wie wir mal waren.
Eben auch was du mochtest, nimmt sich das Meer.
Schreibe tief in das Wasser, schneide mir Füße,
kann nicht mehr tun, denn alles, was wir wollten, nimmt sich das Meer.
Bin nicht mehr der, der ich war.
Atme mich aus.
Spühl mich an Land, denn alles, was wir wollten, nimmt sich das Meer.
Brenn mich aus wie überstolzer Fels.
Wie Geister und Ruinen zu Sand vom Meer verrieben.
Du siehst, ich wünschte, es wäre anders gelaufen.
Siehst, wie wir uns in Ruinen verlaufen.
Siehst, wir kämpfen im Grunde vergebens.
Weißt Du, es ist Hoffnung, die wir letztlich aufgeben.

Mon)tag "Ruinen"


Die Weite trennt uns

Daljina nas deli, ali nemoj da patiš, čekaću te verno sve dok se nevratiš.
Daleko si voljeni moj, duge su mi tamne noći, ali ljubav mi snagu daje da izdržim u samoći.
Daljina nas deli, ali ljubav nas spaja, teško je, teško bez tvoga zagrljaja.
Daljina nas deli a samoća boli, sve je ipak lakše kad se neko voli.
Daleko si od očiju ali mi nesmeta, ja te volim da si i na kraju sveta!

Draga gajbi

Heimliche Liebe

Es gibt viele leidenschaftliche, traurige und verwegene Geschichten über heimliche und unheimliche Liebe. Sie alle kennzeichnet eine extreme und intensive Erfahrung, etwas berauschend Abhängiges, was in einem nicht endenwollenden Märtyrium steckenbleibt und schließlich nur noch bitter und enttäuschend bleibt.
Die Geliebten kämpfen und nähren ihren Glauben am Strohhalm der "ewigen Liebe", die Vergebenen lassen einen kontrollierten Ausbruch aus ihrem Alltag zu, um einer diffusen Sehnsucht Platz zu geben.
Ob heimliche oder große Liebe, Affäre, Seitensprung oder Fremdgehen: kann das dem Leben wirklich den Sinn geben, nach dem wir uns sehnen? Oder erschaffen wir damit das Leiden, das eigentlich gelindert werden sollte? Berauben wir uns dadurch nicht der Erfahrung einer reifen gewachsenen Liebe?

In eine Affäre schlittert man hinein wie in eine andere Welt, taucht ein in eine intime Vertrautheit, in der man sich aufgehoben fühlen kann. Es wird nicht viel hinterfragt und man muss nicht viel wissen. Die rare Zeit der Zweisamkeit wird wichtiger als Vergangenheit und Zukunft. Es ist eine Oase zum Abschalten von den Alltäglichkeiten des Lebens, keine Auseinandersetzung mit den Problemen, vor denen man wegläuft. Das festgefahrene Alltags- oder Eheleben lässt sich besser ertragen, wenn man vertraute Stunden mit jemandem teilt, der einem Verständnis gibt, von dem man sich begehrt fühlt. Einsamkeit und Sehnsucht bieten den idealen Nährboden für eine leidenschaftliche heimliche Liebe, die Furcht, etwas verpasst zu haben, Frustration und enttäuschende Erfahrungen in bisherigen Beziehungen, unerfüllte Wünsche,...

Einem von beiden wird das irgendwann zu wenig, es kommen die drängenden Fragen über die Perspektive dieser Liebe. Wann weiß man, ob es "echt" ist? Ist es die "richtige" oder "falsche" Entscheidung, soll man gehen oder bleiben?

Der eine wartet und hofft, der andere entscheidet und empfängt. Motive und Gründe lassen sich auf beiden Seiten immer finden, es entsteht eine enorme Kreativität im Umgang mit der heimlichen Liebschaft. Ein Ungleichgewicht entsteht, das bis über die Schmerzgrenze hinaus ausgedehnt wird. Immer wieder werden die Schmerzpunkte getriggert, bis einer betäubt kapituliert. Oder feststellt, dass sich die Geschichte wiederholt, sich nichts verändert, die Probleme immer die selben bleiben werden.
Was bleibt sind Enttäuschung, Wut, Trauer, große seelische Verletzungen, die Aufdeckung vieler Lügen und irgendwann die Gewissheit, viele Jahre mit Hoffen und Warten verloren zu haben.
Die tiefe Sehnsucht und das Verlangen nach einer "großen" Liebe lassen sich nicht durch den "Richtigen" kompensieren, sondern durch die Bereitschaft die eigenen Überzeugungen zu ändern, eine konsequente Auseinandersetzung mit der Art, wie wir Liebe erleben und empfangen.
Was Liebe eindeutig nicht braucht sind Heimlichkeiten, Lügen, (Selbst)betrug, Abhängigkeiten, Unverbindlichkeit, Manipulation und Verzicht.
Erfüllende Liebe braucht Neugier, Lust auf Veränderung, Zeit für Entwicklung, Verantwortungsbewusstsein, Barmherzigkeit und offene Kommunikation.
Lieben ist der freie Wille sich aus tiefstem Herzen zu entscheiden.


gewidmet allen ersten und zweiten Geigen

Glücklich sein

Der glückseligste Augenblick ist der ungewisse Beginn, das Nichtwissen, alles ist möglich.
Zwischen Schüchternheit und Neugier liegt die Magie der Wahrhaftigkeit.
Wann bist Du am Glücklichsten?

Glücklich sein fängt im Moment an.
Glücklich sein hat etwas mit Deiner Einstellung, Deinen Gedanken zu tun.
Glücklich sein erfordert Aktivität, Zulassen und Loslassen können.

Wann hast Du das letzte Mal einen glücklichen Moment erlebt?
Worüber könntest Du Dich freuen und glücklich sein, wenn Du es wolltest?
Wen liebst Du und wer liebt Dich?
Wofür kannst Du dankbar sein?

Srećan čovek

Abschied

Der Wanderer bricht auf. Es ist ein Abschied aus freiem Entschluss, aber auch, weil ihm keine andere Wahl mehr bleibt. Er gibt schweren Herzens viel auf, Dinge, Menschen, Gefährten, die ihn im bisherigen Leben viel bedeuteten. Die Wege trennen sich, um in eigener Richtung weiter zugehen. Der Wanderer nimmt sich Zeit, dankbar Lebewohl zu sagen. Er hat die Einsicht, dass er sich mit der Realität anfreunden muss, sich von alten Gewohnheiten befreien kann.
Er steht dem Widerstand gegenüber, hat Konkurrenten und Neider. Er nimmt die Bedrohung ernst, aber wird sich klug und ernst zurückhalten.
Er sieht den Vorboten einer liebevollen Begegnung, ein glückliches Wiedersehen, den Beginn einer wunderbaren Verbindung. Er hat die reiche Gewissheit, den "großen Fisch an Land gezogen" zu haben, eine überraschend gute Entwicklung, was für ein Glücksfall.

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Flying Dragonfly